Gas: flexibel und hocheffizient
Gas ist Teil der Lösung – mit hocheffizienten Anwendungen…
Und Gas hat noch mehr zu bieten. So kann Gas auf ideale Weise die regenerativen Energien ergänzen, da es besonders effizient kurzfristige Leistungsanpassungen ermöglicht (siehe Abbildung). Hocheffiziente GuD-Kraftwerke mit elektrischen Wirkungsgraden von 60 Prozent bieten sich hier an. Noch kurzfristigere Leistungsanpassungen ermöglichen motorische Blockheizkraftwerke bis in den Megawatt-Bereich mit elektrischen Wirkungsgraden von über 45 Prozent. Durch nachhaltige Konzepte zur Abwärmenutzung erreichen sie Gesamtwirkungsgrade von 90 Prozent und höher. Eine weitergehende Option bieten Brennstoffzellen wegen ihres Potenzials sehr hoher elektrischer Wirkungsgrade – und das auch bei Anwendungen im kleineren Leistungsbereich von 1 bis 2 Kilowatt. Hier sind derzeit interessante Ansätze mit Wirkungsgraden von 60 Prozent auf den Prüfständen.
Im Wärmemarkt (Raumwärme und Warmwasserbereitung) zeigt Erdgas vor allem dann seine Stärken, wenn es in Form der Gas-Plus-Technologien seine Anwendung findet, z. B.
- mit Hilfe der Gasbrennwert-Solartechnik (sie erfüllt schon heute höchste umweltrelevante Anforderungen) oder
- in Verbindung mit einer Gaswärmepumpe (sie nutzt die gesamte Primärenergie des Brennstoffs und zusätzlich noch die Umweltwärme).
Erdgas-Brennwerttechnik vereinbart dabei Klimaeffizienz mit Kosteneffizienz. Mit kurzer Amortisationsdauer und niedrigen CO2-Vermeidungskosten können Heizungssysteme durch Erdgas-Brennwerttechnik it Solarthermie ohne aufwändige Arbeiten an der Bausubstanz modernisiert werden. Ein riesiges Potenzial, bedenkt man, dass fast 50 Prozent aller Wohnungen in Deutschland (rund 18,6 Millionen Haushalte) mit Erdgas beheizt werden. [8]
Weiterer Vorteil: Mit Hilfe der Beimischung von regenerativ erzeugtem Gas aus Wind- oder Sonnenenergie wird die Klimaeffizienz der Erdgastechnik zusätzlich gesteigert. Bereits heute werden durch die Einspeisung von Bio-Erdgas erneuerbare Energien ohne weitere Kosten für Heiztechnik und Infrastruktur in die vorhandenen Systeme integriert – ein klarer Vorteil gegenüber anderen Energieträgern!
Grafik vergrößern
vergrößern
Wie flexibel sind Kraftwerke?
Quelle: E.ON Ruhrgas, DVGW
Wie flexibel sind Kraftwerke?
Quelle: E.ON Ruhrgas, DVGW
- [1]: Vgl.: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi): Energiekonzept für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung, Berlin 28. September 2010, S. 5.
- [2]: Vgl.: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi): a. a. O.
- [3]: Vgl.: Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen: Markt und Wettbewerb – Energie Kennzahlen 2010, Bonn 2010, S. 52.
- [4]: Vgl.: BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V.: Gaszahlen 2010 – Der deutsche Erdgasmarkt auf einen Blick, Berlin August 2010, Tabelle 15.
- [5]: Vgl.: Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen: a. a. O., S.54.
- [6]: Das Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) entwickelt gemeinsam seit drei Jahren ein Verfahren, um Strom aus erneuerbaren Energiequellen in Gas umzuwandeln (Power to Gas). Erste Projekte befinden sich bereits in der praktischen Umsetzung.
- [7]: Vgl.: DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. / Technisch-wissenschaftlicher Verein: Entwurf DVGW-Arbeitsblatt G 260 (A) „Gasbeschaffenheit“, Bonn Mai 2011, S. 25.
- [8]: Vgl.: BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e. V.: a. a. O., Tabelle 4.