KWK Residuallast

zurück zur Übersicht

KWK Residuallast

Im Rahmen des Forschungsprojektes "Systemanalyse II"  wurden die Potentiale moderner Gastechnologien zur Senkung von CO2-Emissionen bei hoher Primärenergieeffizienz und niedrigen CO2-Vermeidungskosten in unterschiedlichen Szenarien für den Zeitraum bis zum Jahr 2050 untersucht. In diesem Projekt hat sich gezeigt, dass die KWK im Wohngebäudesektor einen nicht unerheblichen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen leisten kann. Diese Untersuchungen basieren auf einer wärmegeführten Betriebsweise, die im Wesentlichen auf eine Verdrängung des Stromerzeugungsmixes (fossiler Anteil) ausgerichtet ist. Neben dieser Betriebsweise existieren auch andere Einsatzvarianten, z.B. die stromgeführte Betriebsweise (im möglichen Rahmen der Wärmeversorgungspflicht) zur Deckung der Residuallast aus der Erzeugung von EE-Strom (Wind PV, Biomasse) und dem regionalen Stromverbrauch.

Projektziele

Ziel des Projektes ist es deshalb, eine Projektion für den Beitrag der KWK zu erstellen, inwieweit sie in der Lage ist, die Residuallast unter Berücksichtigung der Wärmeerzeugung und -nachfrage zu decken. Dabei sollen die Methodik und die Rahmenbedingungen aus dem Projekt "Systemanalyse II" aufgegriffen und durch die spezifischen Rahmenbedingungen erweitert werden. Folgende Spezifika sind zu berücksichtigen:

  • Die Erzeugung von EE-Strom und Strombedarf aufgeschlüsselt auf Regionen (Netzregionen analog DENA-Netzstudie II), als stündliches Profil
  • Wärmebedarf der Gebäudestruktur, aufgeschlüsselt nach Regionen
  • Optimierung des KWK-Einsatzes mit Wämespeicher für Gebäudeklassen und den stromgeführte Betrieb zur Deckung der Residuallast

Im Ergebnis des Projektes sollen die Veränderungen der regionalen Residuallasten sowie der sich aus dem stromgeführten Einsatz der KWK in Wohngebäuden ergebende Deckungsbeitrag für die Zukunft projiziert werden, d.h. die Szenarien der "Systemanalyse II" werden mit den neuen Ansätzen fortgeführt/präzisiert. Dazu werden die politischen Rahmenbedingungen und Maßnahmen aus der "Systemanalyse II" übernommen bzw. entsprechend den aktuellen Entwicklungen angepasst. Zusätzlich ist ein Szenario mit einer minimalen energetischen Gebäudesanierung zu untersuchen. Für die Entwicklungsprojektion der KWK-Systeme soll auf die Arbeiten in der "Systemanalyse II" (Szenario "Innovationsoffensive") zurückgegriffen werden. Als Szenariorahmen wird der Zeitraum bis zum Jahr 2050 gesetzt. Als Stützjahre werden die jahre 2020, 2030 sowie 2050 betrachtet.

Eine Modellierung der Stromnetze und anderer Sektoren des Stromvberbrauches ist ausdrücklich nciht Gegenstand des Projektes. Diese Fragestellungen werden im Projekt "Konvergenz Strom- und Gasnetze" abgebildet. Da mehrere Forschungsstellen in beiden Projekten mitwirken, ist ein intensiver Informationsaustausch gegeben und gewollt.

 

 

zurück zur Übersicht

Projektpartner

  • DBI-Gastechnologisches Institut gGmbH Freiberg
  • Forschungszentrum Jülich GmbH / Institut für Energie- und Klimaforschung - Systemforschung und Technologische Entwicklung (IEK-STE)
  • Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik, Bremerhaven/Kassel (IWES)
  • E.ON Energy Research Center (E.ON ERC) an der RWTH Aachen
  • DVGW-Forschungsstelle am Engler-Bunte-Institut, Karlsruhe
  • Gas-Wärme-Institut, Essen