Monitoring Biogas I + II
Monitoring Biogas I + II
Für eine sichere und umweltverträgliche Nutzung des Bio-Erdgases ist die Kenntnis der Gaszusammensetzung ein entscheidender Faktor. In diesen Monitoringprogrammen wurden bislang 14 Biogasanlagen vermessen. Durch die breite Auswahl der eingesetzten Aufbereitungstechnologien (Druckwechseladsorption, Druckwasserwäsche, physikalische Wäsche) konnte ein repräsentatives Bild geschaffen werden. Es wurde Rohbiogas, bei Einspeiseanlagen zusätzlich das aufbereitete Biogas und das Schwachgas aus der CO2-Abtrennung, beprobt. Die bisherigen Ergebnisse bestätigten überwiegend regelwerkskonforme Gaszusammensetzungen.
Offene Punkte ergaben sich bei Siloxanen. Diese Substanzen haben keine Umwelt-, sondern Betriebsauswirkungen, da sie zu vorzeitigem Verschleiß an den Maschinen führen können. Im Hinblick auf einen nachhaltigen Betrieb der Biogasanlagen ist dies zu minimieren. Daher werden im laufenden Monitoringprogramm hier Schwerpunkte gesetzt.
Projektziele
- Entwicklung einer Standardmethode zur Bestimmung von organischen Siliziumverbindungen in Biogasen,
- Identifikation der Siliziumeintragsquellen sowie die Bestimmung der Gesamtkonzentrationen und Einzelverbindungen zur zuverlässigen Beschreibung der Schwankungen der Siliziumkonzentrationen,
- Untersuchung weiterer Aufbereitungstechnologien, insbesondere Membranaufbereitung und chemische Wäsche,
- Untersuchung von Abgas-Nachbehandlungssystemen auf z. B. Restmethangehalt, Kohlenwasserstoffe, CO, NOX sowie Betriebsverhalten,
- Erfassung von CH4-Emissionen von Biogasanlagen mit Hilfe des Methan-Ferndetektionsverfahrens CHARM® und des IR-Detektionsverfahren GasCam® mit dem Ziel der Quantifizierung von Methanverlusten.