Systemverbund
Systemverbund der Energienetze
Mit der Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes in den Jahren 2002 und 2009 verfolgt der Gesetzgeber das Ziel, den Anteil der Stromerzeugung aus Kraft-Wärme-gekoppelten Erzeugungseinheiten an der Bruttostromerzeugung bis auf 25 Prozent im Jahr 2020 anzuheben. Die Integration von Blockheizkraftwerken (BHKW) in das elektrische Verteilnetz ist hierbei von zentraler Bedeutung. Durch innovative Konzepte im Rahmen zukünftiger Smart-Grid-Infrastrukturen ermöglichen die Anlagen im koordinierten Verbundbetrieb (virtuelles Kraftwerk) neben der lokalen Bereitstellung thermischer und elektrischer Energie auch die Erbringung von Energie- und Systemdienstleistungen.
Projektziele
- Analyse des Potenzials des Einsatzes von BHKW in Wohngebäuden zur Glättung der residualen Last, zur Erbringung von Systemdienstleistungen und zur Realisierung einer Wertschöpfung am Energiemarkt
- Untersuchung der wechselseitigen Restriktionen zwischen den Verteilnetzen und BHKW im Fall des gesteuerten Betriebs
- Untersuchung und Bewertung des Potenzials der informations- und kommunikationstechnischen Anbindung von BHKW an heutige Architekturen elektronischer Zähl- und Messsysteme (Smart Metering)
Im Projekt wurden die technischen Rahmenbedingungen sowie das energiewirtschaftliche Potenzial der Netzintegration von neuartigen innovativen BHKW in Wohngebäuden erarbeitet und bewertet. Die Erbringung von Energie- und Systemdienstleistungen bedingt dabei den Übergang vom wärmegeführten in den stromgeführten Betrieb und verlangt hinreichende Verteilnetzkapazitäten sowie eine geeignete informations- und kommunikationstechnische Anbindung. Zur Abschätzung der Realisierbarkeit und der Anforderungen an die Anlagen wird der Betrieb der BHKW in Wohngebäuden in verschiedenen Szenarien simuliert und ausgewertet.